Buch Coole Objekte mit 3D-DruckJeder künftige oder bereits jetzt schon Besitzer eines 3D-Druckers stellt sich die Frage, woher man die 3D-Modelle / 3D-Designs bekommt, die man später auf dem 3D-Drucker produzieren möchte. Oder wie komme ich von einer eigenen Idee zu einem 3D-Design, das ich fertigen kann?

Ende Juni 2014 hatte unser neues Buch “Coole Objekte mit 3D-Druck” Premiere beim Münchner Franzis Verlag. Wir, (Jochen Hanselmann, Autor dieses Blogs und Roberto Micieli) widmen uns unter anderem den wichtigsten Schritten von der Idee bis zum 3D-Druck:

  1. 3D-Design
    Erstellung / Beschaffung eines 3D-Designs / 3D-Modells (suchen, scannen, selbst erstellen)
    Resultat: digitales 3D-Design (z.B. CAD-Modell)
  2. 3D-Design Optimierung, Datenaufbereitung
    Voraussetzungen für 3D-Druck erfüllen, z.B. Mindestwandstärken, Wasserdichtigkeit
    Resultat: geprüftes 3D-Modell in gängigem 3D-Druck Dateiformat, z.B. STL-Datei
  3. Vorbereitung 3D-Druck
    Vorbereitungen für den 3D-Drucker, digitales Schichtenmodell, Einstellungen 3D-Drucksoftware
    Resultat: Instruktionen für den Drucker zur Produktion des 3D-Modells, Schicht für Schicht, z.B. als G-code
  4. 3D-Druck
    3D-Modell drucken und nachbearbeiten – Resultat: Der fertige räumliche Gegenstand

Wir zeigen die drei Möglichkeiten auf, um an ein 3D-Modell zu kommen.

a) Datenbanken mit 3D-Designs im Internet
b) 3D-Objekte selbst “zeichnen”
c) 3D-Scannen von Gegenständen oder Personen

3D-Design Programm TinkercadIm Praxisteil stellen wir einige der gängigsten, meist kostenlosen und einfach zu erlernenden Programme zum Design von dreidimensionalen Gegenständen eingehend vor.

So können bereits Fünfjährige bspw. mit dem kostenlosen Programm Tinkercad spielerisch und einfach 3D-Modelle am Computer gestalten. Anhand von mehreren konkreten Beispielen und bebilderten Schritt-für-Schritt Anleitungen lernen auch Neu- und Quereinsteiger, einen räumlichen Gegenstand innerhalb von wenigen Stunden mit Tinkercad oder Sketchup zu zeichnen und später auf einem 3D-Drucker zu fertigen.

 

Büste 3D gescanntDie dritte Möglichkeit, zu einem 3D-Modell zu kommen, wird im zweiten Praxisteil ausführlich besprochen. Mit 3D-Scanning können Objekte in ein digitales 3D-Modell erfasst und später auf einem 3D-Drucker ausgegeben werden. Die Einstiegshürden hierzu sind in den letzten Jahren stetig gesunken. Wir zeigen welches Equipment (z.B. Fotokamera, Smartphone oder dem Bewegungssensor Microsoft Kinect) erforderlich ist um Gegenstände und Personen dreidimensional zu erfassen. Wir stellen einige der gängigsten Programme zum Scannen und Optimieren der Scans für den 3D-Druck vor. Anhand von zwei Praxisbeispielen werden dem Leser alle erforderlichen Schritte aufgezeigt, um gescannte Modelle für den 3D-Druck vorzubereiten.

Das gesamte Inhaltsverzeichnis und Einblicke ins Buch gibt es u.a. bei Amazon.de oder exlibris.ch.


Bald geht es los. Das FabLab Winti wird Stück für Stück mehr Realität. Bis es soweit ist (und natürlich nach dem Start), brauchen wir jede Unterstützung.

In den letzten Wochen haben wir intensiv am Aufbau des FabLabs in Winterthur gearbeitet. So konnten wir geniale Räumlichkeiten im Sulzer Areal, ca. 5 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt, finden. Zudem freuen wir uns sehr über die Partnerschaft mit dem Zentrum für Produkt- und Prozessentwicklung (ZPP) der ZHAW School of Engineering. Teil der Zusammenarbeit ist der Austausch und die Förderung im Bereich digitaler Fertigung und 3D-Druck.

Heute haben wir nun eine Crowdfunding-Kampagne auf 100-days.net gestartet, einer renommierten Schweizer Plattform. Mit dieser Anschubfinanzierung werden wir die Werkstatt mit ersten Maschinen (wie Lasercutter, Fräsmaschine, 3D-Drucker) und Mobiliar ausstatten. Zudem planen wir, damit die Miete in der Anfangszeit zu begleichen.

FabLab Winti - Crowdfunding - Deine Untersützung ist gefragt.

Vielen Dank für Deine Unterstützung! Und erzähle unbedingt auch in Deinem Freundes- und Bekanntenkreis davon. Damit rückt das FabLab Winti noch mehr der Realisierung entgegen.


BildVor wenigen Tagen hat ToyFabb.com gestartet, der weltweit erste auf 3D-Druck Spielzeug spezialisierte Marktplatz.

Auf ToyFabb bieten Spielzeugdesigner ihre Kreationen in ganz unterschiedlichen Kategorien für wenige Euro zum Erwerb an. Auf der zweisprachig gestalteten Plattform können sich Interessenten von jedem Design aufgrund von Fotos und einer frei drehbaren dreidimensionalen Ansicht ein gutes Bild verschaffen. Zusätzliche Informationen wie Grösse, empfohlene 3D-Drucktechnologien und Einstellungen für den 3D-Druck erleichtern den Kaufentscheid. 3D-Designs stehen im 3D-Druck Standardformat STL oder als g-Code Stream zur Verfügung.

Für Spielzeugdesigner, die um den Schutz ihres geistigen Eigentums bangen, bietet ToyFabb mit dem sicheren g-Code Streaming einen innovativen Copyrightschutz an. Continue reading ‘ToyFabb – Marktplatz für 3D-Druck Spielzeug mit Copyrightschutz für Designer’


Autodesk hat gestern mit “Spark” eine eigene 3D-Druck(er) Open Source Software Platform und einen Open Hardware 3D-Drucker angekündigt. Der (unbestätigt aber nach dem publizierten Bild ziemlich sichere) Stereolithographie 3D-Drucker sowie die Software Plattform sollen Ende 2014 verfügbar sein. Autodesk will alle Baupläne und Software frei zur Verfügung stellen.

Dies ist meines Erachtens eine besonderes Ereignis für die 3D-Druck Szene, Industrie und ein weiterer Meilenstein in Richtung “3D-Druck in every home”. Seit Start der Open Source / Open Hardware Initiative von Adrian Bowyer im Jahr 2005 ist dies das erste mal, dass ein so grosser Player im 3D-Druck Markt gezielt die Weiterentwicklung auf Open Source Basis vorantreibt.

Continue reading ‘“Spark” neue 3D-Druck Open Source / Hardware Plattform’


Buch "Dinge drucken"Im April ist das neue Buch “Dinge drucken” auf deutsch im Verlag ‘gestalten’ erschienen. Ein Tipp für alle, die sich fragen, was man mit 3D-Druck denn so alles anstellen kann und die sich einfach inspirieren lassen wollen.

Ein Fundus an genialen Beispielen, Ideen und Designs, die mit 3D-Druck realisiert wurden.

Einleitend werden die wichtigsten 3D-Druck Verfahren erläutert sowie Themen wie Copyright, Open Source, Designfreiheiten, Individualisierung und die revolutionären Aspekte von 3D-Druck angesprochen.

http://shop.gestalten.com/dinge-drucken.html

Hardcover, vollfarbig, mit 256  sehr ansprechend und ästhetisch gestalteten Seiten. Das Buch ist auch auf Englisch erhältlich.

 


Nach einigem Ausprobieren kann sich das Ergebnis sehen lassen.

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Die 0.4 mm dicken Visitenkarten habe ich aus nur vier 0.1mm dünnen Schichten und dem Material PLA gefertigt. Die Karte bleibt aufgrund der geringen Dicke flexibel.

Gestern kam ich auf die Idee, die Karten um 180 verkehrt herum zu drucken. Damit wird die lesbare Seite auf der Glasplatte gedruckt und die Oberfläche somit spiegelglatt. Schaut super aus.

Verwendete Tools:

- Tinkercad
– Cura
– Ultimaker 2
– PLA/PHA von Colorfabb

Wie Du sowas selbst herstellen kannst, erfährst Du bald in meinem 3D-Druck Praxisbuch…


An der diesjährigen Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas liefern sich die beiden Marktführer im 3D-Druck(er) Business, Stratasys und 3D Systems ein Wettrennen um die Gunst der künftigen Kunden mit einem wahren Feuerwerk an neuen und innovativen 3D-Druckern und Services im Consumer- / Prosumer-Segment. Auffallend ist, dass beide Hersteller ein Ökosystem rund um 3D-Druck mit Software, 3D-Modellen, 3D-Applikationen und Services à la Apple mit iTunes, App-Store für iOS aufbauen. Sie haben erkannt, dass es nicht nur um zuverlässige und qualitativ gute Drucke(r) geht, sondern dass brauchbare 3D-Modelle Voraussetzung hierfür sind. Die Neuheiten werden 3D-Druck einen grossen weiteren Schub geben. Die Messlatte für alle anderen Anbieter wird gleichzeitig um einige Stufen nach oben gesetzt. Der Druck auf die Wettbewerber wird zunehmen und die erwartete Konsolidierung im Einsteigerbereich weiter beschleunigen.

Stratasys

Stratasys bzw. der letztes Jahr übernommene Hersteller MakerBot Industries kündigte drei neue FDM/FFF 3D-Drucker mit neu designten Gehäusen und einigen innovativen Features an.

MakerBot new 3D-Printers at CES 2014
Continue reading ‘CES 2014 – Neuheiten-Feuerwerk der 3D-Druck Gigangten Stratasys und 3D Systems’


Der von Gartner prophezeite Abrutsch von der Spitze überhöhter Erwartungen ins Tal der Tränen (s. mein Blogbeitrag vom 7. Jan. 2013) traf – zum Glück – nicht ein. Im Gegenteil das vergangene Jahr bescherte 3D-Druck eine weiterhin sehr grosse Aufmerksamkeit seitens der Medien und der Öffentlichkeit. Das Interesse hat zwar nicht so stark zugenommen wie in 2012, blieb aber auf sehr hohem Niveau. 2013 haben Regierungen verschiedener Länder die Förderung und Forschung von 3D-Druck stark ausgeweitet (z.B. USAUKChinaSingapur [einige ausgewählte Links]).

Entwicklung Interesse / Suchanfragen zu "3D Printing" in 2013

Interesse “3D Printing” im Jahr 2013

Meine persönlichen top drei Prognosen für 2014:

  1. Starke Konsolidierung der Desktop 3D-Drucker mit FDM/FFF Technologie
    In 2013 startete fast jeden Monat ein Kickstarter Projekt für neue FDM/FFF 3D-Drucker. Bis auf wenige Ausnahmen unterscheiden sich diese Geräte aber kaum voneinander. Hier fehlt ein klarer USP. Zudem werden der Einstieg von Stratasys im Consumer-Bereich durch ihre Übernahme von MakerBot, sowie die Ankündigung von HP, selbst 3D-Drucker anzubieten, meines Erachtens zu einem Sterben der heute meist sehr kleinen Hersteller von FDM/FFF 3D-Druckern führen. Ich erwarte mittelfristig 3-5 größere Hersteller, die Einsteigergeräte in höchster Qualität, mit industrieller Massenfertigung und entsprechend niedrigen Preisen anbieten werden.
  2. Übernahmeschlacht bei den Herstellern von Metall 3D-Druckern (SLM, DSLM etc. Verfahren)
    Der Kampf um Marktanteile wird auch 2014 von den beiden Marktführern Stratasys und 3D Systems weitergehen. 3D Systems ist durch ihre zahllosen Übernahmen inzwischen sehr breit aufgestellt und Stratasys wird ihr Engagement im unteren Segment weiter ausbauen. Was beiden Herstellern im Portfolio noch fehlt sind Geräte für die additive Fertigung in Metall. In den vergangenen Jahren gab es vor allem im Metall-Bereich grosse Fortschritte. Militär, Automobil und die Luftfahrtindustrie (z.B. GE, Siemens) intensivieren ihre Forschung und Aktivitäten stark in diesem Segment. Ich erwarte eine stark ansteigende Nachfrage nach 3D-gedruckten Teilen in Metall und erhöhtet M&A Aktivitäten bei den Herstellern (z.B. EOS, ConceptLaser, Optomec, Arcam, Renishaw etc.)
  3. Erste Assembly kits und günstige SLS Drucker (für Kunststoff)
    Mit dem Auslaufen einiger Patente für das Selective Laser Sinter Verfahren in 2014, liegt es fast auf der Hand, dass neue Marktteilnehmer mit eigenen SLS Geräten auf den Markt kommen werden. Ähnlich den FDM/FFF Initiativen, wird es Crowd Funding Projekte für SLS Geräte und neue Anbieter mit günstigen SLS Maschinen geben. Derzeit kosten gibt es SLS-Geräte ab ca. 200.000€. Ich erwarte SLS Drucker unter 50.000 €.

3DHubs3D Hubs, das weltweit größte Netzwerk von 3D Druckern, geht jetzt auch in Zürich ab!

Um dies zu feiern, wird 3D Hubs am 10. Dezember 2013, einen “Launching Event” in der Bäckeranlage Quartierzentrum Aussersihl durchführen. Alle Details zum Event gibt es auf der 3D Hubs Zürich Meetup-Gruppe: http://www.meetup.com/3DHubs-in-zurich.

Zürich wurde jüngst auf der 3D Hubs Plattform freigeschaltet und es gibt bereits 15 verschiedene 3D Druck-Standorte (Hubs) zum lokalen 3D Drucken. Um dies zu feiern, wird 3D Hubs am 10. Dezember einen Launching Event” in der Bäckeranlage Quartierzentrum Aussersihl  durchführen. Neben vielen 3D-Druckern, spannenden Referaten gibt es viel Raum fürs Networking und den Austausch von Neulingen mit erfahrenen 3D-Druck Enthusiasten. 3DHubs stellt ihre Services und die Vorteile für Technologie, Design und Bildungs-Gemeinschaften vor. Details zum Anlass und Programm findet Ihr auf der Meetup Seite: http://www.meetup.com/3DHubs-in-Zurich.

Continue reading ‘3DHubs Zürich – Launching Event 10. Dez. 2013’


Gestern war ich an der Euromold in Frankfurt, einer der wichtigsten Messen auch für die 3D-Druck Branche.

Ein Tag erlaubt nur einen Teil der Aussteller zu besuchen geschweige denn detaillierte Informationen zu erhalten. Hier ein paar Eindrücke.

Sehr interessant war, die verschiedenen 3D-Druck Verfahren und den aktuellsten Stand der jeweils erzielbaren Qualitäten direkt vor Ort miteinander vergleichen zu können.

3D Systems zeigte u.a. den ProJet 4500 Vollfarb Drucker, der im Vergleich zu den Geräten der Z-Serie Teile aus einem Acrylpulver produziert. Vorteil, die produzierten Kunststoffteile sind stabiler, benötigen keine Infiltration und fühlen sich m.E. etwas glatter an. … (auf Facebook weiterlesen / Bilder)

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