Print it Baby – Kleidung aus dem 3D Drucker!

29Nov12

Gastbeitrag von Mateo Meier

Die Komplexität von dreidimensionalen Formen lässt sich nicht allein über grafische Modelle erklären. In der Medizin ist es schon seit Jahren gängige Praxis, komplizierte Strukturen physisch herzustellen. 3D-Drucker haben die Industrie weitestgehend verändert und revolutioniert. Seit einiger Zeit wird die Technologie, die ihren Ursprung in den frühen 80er-Jahren hat, auch in der Modeindustrie eingesetzt.

Mehr als nur Science – Fiction: Der Wandel zum digitalen Kleidungsstück

Junge Designer und hippe Modelabel setzen voll auf den Trend, der besonders bei der Herstellung von Accessoires hilfreich ist. In der Vergangenheit mussten sich Hersteller häufig auf günstig wirkende Produkte aus synthetischen Polymeren verlassen. Mittlerweile können auch komplizierte Formen aus Metall realisiert werden. Für individuell gefertigte Textilien musste bisher ein hoher Preis gezahlt werden, der durch zunehmende Qualität und steigende Nachfrage aber deutlich abnehmen wird.

Zu Beginn wagten sich nur unerschrockene Designer wie Marloes ten Bhömer an dreidimensionale Produkte. Mittlerweile gehören ausgefallene Kleidungsstücke zum guten Ton der Branche. Es wird aber noch einige Zeit vergehen, bis sich Endverbraucher ihr Lieblingsstück am heimischen Drucker selber ausdrucken können. Die Herausforderung liegt besonders darin, ein preisgünstiges Herstellungsverfahren anbieten zu können, das dennoch eine gleichbleibend hohe Qualität verspricht.

Im letzten Jahr hat das Designerduo Continuum Fashion mit einem Bikini für Aufsehen gesorgt. Das komplett am Druck entstandene Modell besteht auf mehreren hundert kleinen Plastikscheiben, die mit dünnen Nylonfäden verbunden sind. Durch das Verfahren ist ein nachträgliches Vernähen per Hand nicht mehr erforderlich. Mit einem Preis von rund 300 Dollar wird noch einige Zeit bis zur Marktreife vergehen. Die Entwickler versprechen sich aber schon eine neue Marktlücke. Man kann davon ausgehen, dass 3D-Drucker in den nächsten Jahren die Modebranche revolutionieren werden. Junge, aufstrebende Designer arbeiten mit Hochdruck an Lösungen, die qualitativ mit herkömmlichen Methoden mithalten können und preislich für jedermann erschwinglich bleiben.

Bis es soweit ist müssen wir auch weiterhin in die Warteschlange der Umkleidekabinen grosser Warenhäuser stellen.


Über den Autor:
Mateo Meier ist Inhaber der Online Marketing AG und Geschäftsführer der Artmotion GmbH. Die Serilith AG aus Luzern ist sachverständiger Partner für alle Fragen rund um die Themen Siebdruck, Tampondruck und Textildruck. Darüber hinaus bieten Sie Farben, Maschinen und Schulungen jeglicher Art an.



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