An der diesjährigen Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas liefern sich die beiden Marktführer im 3D-Druck(er) Business, Stratasys und 3D Systems ein Wettrennen um die Gunst der künftigen Kunden mit einem wahren Feuerwerk an neuen und innovativen 3D-Druckern und Services im Consumer- / Prosumer-Segment. Auffallend ist, dass beide Hersteller ein Ökosystem rund um 3D-Druck mit Software, 3D-Modellen, 3D-Applikationen und Services à la Apple mit iTunes, App-Store für iOS aufbauen. Sie haben erkannt, dass es nicht nur um zuverlässige und qualitativ gute Drucke(r) geht, sondern dass brauchbare 3D-Modelle Voraussetzung hierfür sind. Die Neuheiten werden 3D-Druck einen grossen weiteren Schub geben. Die Messlatte für alle anderen Anbieter wird gleichzeitig um einige Stufen nach oben gesetzt. Der Druck auf die Wettbewerber wird zunehmen und die erwartete Konsolidierung im Einsteigerbereich weiter beschleunigen.

Stratasys

Stratasys bzw. der letztes Jahr übernommene Hersteller MakerBot Industries kündigte drei neue FDM/FFF 3D-Drucker mit neu designten Gehäusen und einigen innovativen Features an.

MakerBot new 3D-Printers at CES 2014
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Der von Gartner prophezeite Abrutsch von der Spitze überhöhter Erwartungen ins Tal der Tränen (s. mein Blogbeitrag vom 7. Jan. 2013) traf – zum Glück – nicht ein. Im Gegenteil das vergangene Jahr bescherte 3D-Druck eine weiterhin sehr grosse Aufmerksamkeit seitens der Medien und der Öffentlichkeit. Das Interesse hat zwar nicht so stark zugenommen wie in 2012, blieb aber auf sehr hohem Niveau. 2013 haben Regierungen verschiedener Länder die Förderung und Forschung von 3D-Druck stark ausgeweitet (z.B. USAUKChinaSingapur [einige ausgewählte Links]).

Entwicklung Interesse / Suchanfragen zu "3D Printing" in 2013

Interesse „3D Printing“ im Jahr 2013

Meine persönlichen top drei Prognosen für 2014:

  1. Starke Konsolidierung der Desktop 3D-Drucker mit FDM/FFF Technologie
    In 2013 startete fast jeden Monat ein Kickstarter Projekt für neue FDM/FFF 3D-Drucker. Bis auf wenige Ausnahmen unterscheiden sich diese Geräte aber kaum voneinander. Hier fehlt ein klarer USP. Zudem werden der Einstieg von Stratasys im Consumer-Bereich durch ihre Übernahme von MakerBot, sowie die Ankündigung von HP, selbst 3D-Drucker anzubieten, meines Erachtens zu einem Sterben der heute meist sehr kleinen Hersteller von FDM/FFF 3D-Druckern führen. Ich erwarte mittelfristig 3-5 größere Hersteller, die Einsteigergeräte in höchster Qualität, mit industrieller Massenfertigung und entsprechend niedrigen Preisen anbieten werden.
  2. Übernahmeschlacht bei den Herstellern von Metall 3D-Druckern (SLM, DSLM etc. Verfahren)
    Der Kampf um Marktanteile wird auch 2014 von den beiden Marktführern Stratasys und 3D Systems weitergehen. 3D Systems ist durch ihre zahllosen Übernahmen inzwischen sehr breit aufgestellt und Stratasys wird ihr Engagement im unteren Segment weiter ausbauen. Was beiden Herstellern im Portfolio noch fehlt sind Geräte für die additive Fertigung in Metall. In den vergangenen Jahren gab es vor allem im Metall-Bereich grosse Fortschritte. Militär, Automobil und die Luftfahrtindustrie (z.B. GE, Siemens) intensivieren ihre Forschung und Aktivitäten stark in diesem Segment. Ich erwarte eine stark ansteigende Nachfrage nach 3D-gedruckten Teilen in Metall und erhöhtet M&A Aktivitäten bei den Herstellern (z.B. EOS, ConceptLaser, Optomec, Arcam, Renishaw etc.)
  3. Erste Assembly kits und günstige SLS Drucker (für Kunststoff)
    Mit dem Auslaufen einiger Patente für das Selective Laser Sinter Verfahren in 2014, liegt es fast auf der Hand, dass neue Marktteilnehmer mit eigenen SLS Geräten auf den Markt kommen werden. Ähnlich den FDM/FFF Initiativen, wird es Crowd Funding Projekte für SLS Geräte und neue Anbieter mit günstigen SLS Maschinen geben. Derzeit kosten gibt es SLS-Geräte ab ca. 200.000€. Ich erwarte SLS Drucker unter 50.000 €.

3DHubs3D Hubs, das weltweit größte Netzwerk von 3D Druckern, geht jetzt auch in Zürich ab!

Um dies zu feiern, wird 3D Hubs am 10. Dezember 2013, einen „Launching Event“ in der Bäckeranlage Quartierzentrum Aussersihl durchführen. Alle Details zum Event gibt es auf der 3D Hubs Zürich Meetup-Gruppe: http://www.meetup.com/3DHubs-in-zurich.

Zürich wurde jüngst auf der 3D Hubs Plattform freigeschaltet und es gibt bereits 15 verschiedene 3D Druck-Standorte (Hubs) zum lokalen 3D Drucken. Um dies zu feiern, wird 3D Hubs am 10. Dezember einen Launching Event“ in der Bäckeranlage Quartierzentrum Aussersihl  durchführen. Neben vielen 3D-Druckern, spannenden Referaten gibt es viel Raum fürs Networking und den Austausch von Neulingen mit erfahrenen 3D-Druck Enthusiasten. 3DHubs stellt ihre Services und die Vorteile für Technologie, Design und Bildungs-Gemeinschaften vor. Details zum Anlass und Programm findet Ihr auf der Meetup Seite: http://www.meetup.com/3DHubs-in-Zurich.

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Gestern war ich an der Euromold in Frankfurt, einer der wichtigsten Messen auch für die 3D-Druck Branche.

Ein Tag erlaubt nur einen Teil der Aussteller zu besuchen geschweige denn detaillierte Informationen zu erhalten. Hier ein paar Eindrücke.

Sehr interessant war, die verschiedenen 3D-Druck Verfahren und den aktuellsten Stand der jeweils erzielbaren Qualitäten direkt vor Ort miteinander vergleichen zu können.

3D Systems zeigte u.a. den ProJet 4500 Vollfarb Drucker, der im Vergleich zu den Geräten der Z-Serie Teile aus einem Acrylpulver produziert. Vorteil, die produzierten Kunststoffteile sind stabiler, benötigen keine Infiltration und fühlen sich m.E. etwas glatter an. … (auf Facebook weiterlesen / Bilder)

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Ausstecherformen 3D gedrucktWer wollte nicht schon immer ganz persönliche Weihnachtsplätzchen / -gebäck herstellen? Mit Hilfe von 3D-Druck ist dies einfach möglich.

Mit Tools wie „Cookie Caster“ lassen sich recht schnell eigene Ausstecher als 3D-Modell generieren, die für den 3D-Druck geeignet sind. Wir hatten bereits letztes Jahr darüber berichtet. Allerdings stösst das Programm auch an seine Grenzen wenn kompliziertere Formen, Ausstecher mit Konturen oder dünne Ausstecher produziert werden sollen.

Auf Wunsch designe und produziere ich Ihre individuellen Ausstecher in 5 Werktagen. Voraussetzung ist ein Bild mit starkem Kontrast / guten Konturen oder eine Vektorgrafik (z.B. EPS, SVG). Kosten inkl. A-Post in der Schweiz ab 30,- CHF für Ausstecher mit Länge 5 cm, Breite 3 cm Höhe 1.5 cm (nur Produktion, ohne Design). Lieferung ins Europäische Ausland zzgl. ab 5,- CHF.

Die Formen sind aus PLA, einem bio-kompatiblen und ungiftigen Kunststoff. Da PLA bei ca. 50°C weich wird, empfehlen wir, die Form von Hand zu waschen (nicht Spülmaschinen geeignet).

Prinzessin aus Papier ausgeschnitten ausstecher_3ddruck aussteicher_teig2
prinzessin_gebaeck prinzessin_gebaeck2 Gebaeck2

Inside 3D Printing Konferenz und Messe, Berlin 10./11. März 2014

Inside 3D Printing Konferenz und Expo, die führende B2B Messe der 3D-Druck Industrie kommt nach New York am 10. und 11. März 2014 nun auch nach Berlin. Das hochkarätig besetzte Konferenzprogramm umfasst zwei volle Tage mit zwei parallel laufenden Tracks mit den wichtigsten Vertretern der 3D-Druck Industrie wie Terry Wohles, Präsident von Wholers Associates, einem der führenden 3D Printing Beratungsunternehmen, Dr. Hans Langer, CEO von EOS oder Ingo Edlerer, CEO von Voxeljet, die erst kürzlich ein fulminantes Börsendubet absolviert haben.

Verantwortlich für das Programm ist Dr.-Ing. Eric Klemp, Geschäftsführer des DMRC (Direct Manufacturing Research Center) der Universität Paderborn.

Sichern Sie sich einen der limitierten Plätze für die Konferenz mit 15% Rabatt. Geben Sie bei der Anmeldung den Rabattcode „3DPRINTINGBLOG“ an. Alle Details und Anmeldung direkt via Inside 3D Printing.


Auch dieses Jahr wurde von Peerproduction der P2P-Stiftung wieder eine Umfrage unter der 3D-Druck-Community (Developers, early Adopters, End Users) durchgeführt. Die Ergebnisse wurden Anfang September 2013 publiziert.

Teilgenommen haben 344 Teilnehmer, die hauptsächlich aus Europa und Nordamerika kamen (über 90%). Die Umfrage hat folgende Zielgruppe angesprochen:

1) Personen, die selbst einen 3D-Drucker im Einsatz haben

2) Personen, die 3D-Drucker und Software im 3D-Druck Umfeld entwickeln

Die Ergebnisse der Umfrage repräsentieren vor allem Anwender im Einsteigersegment, die selbst im 3D-Druck Umfeld aktiv sind, d.h. selbst Inhalte in Social Media beisteuern oder Soft- und Hardware entwickeln. Die meisten der Teilnehmer geben Spass und das Lernen neuer Skills als die Hauptmotivation an.

Die Initianten der Umfrage sehen einen Trend zu einem reifer werdenden 3D-Druck-Ökosystem, das aus der Nische der Innovatoren, Geek und Bastler herauskommt. Zudem erwarten sie eine weitere Zunahme im Angebot von 3D- Druckern, 3D-Druck-Dienstleistern und im allgemeinen Interesse. Weitere neue Startups mit innovativen Geschäftsideen werden mit das Interesse am Thema hoch halten.

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Ultimaker 2 3D-DruckerLetzten Donnerstag, 20. September 2013 wurde der mit Spannung erwartete grössere und verbesserte Bruder des Ultimakers vorgestellt. Die gute Nachricht vorneweg: Der neue Ultimaker 2 bleibt komplett Open Source.

Der neue Ultimaker 2 ist eine konsequente Weiterentwicklung des Ultimaker 1 und zielt insbesondere auf Anwender ohne Expertenwissen, die einen zuverlässigen 3D-Drucker im Einstiegssegment mit hoher Druckqualität suchen.

Die Verbesserungen im Überblick:

  • Grösserer Druckbereich (23.0 x 22.5 x 20.5 cm)
  • Beheiztes Druckbett aus Glas
  • Sehr leise (nur 49 db)
  • Schichtenhöhe von 0.02 mm möglich
  • Stark verbesserte Filament-Zuführung
  • Einfachere Kalibrierung (Nivellierung) des Druckbetts
  • Einfacher in der Bedienung
  • Nochmals verbesserte und beschleunigte Software „Cura“ zur Druckvorbereitung & Slicing
  • Doppelter Lüfter
  • Vorbereitung für zweite Extruderdüse

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HSG - Hochschule St. Gallen

Business Engineering Institut Hochschule St. Gallen

Am 11. Oktober wird das Thema 3D-Druck / Additive Fertigung einen der Workshops am renommierten „Business Engineering Forum“ der Universität St. Gallen (HSG) bilden.

Prof. Frédéric Thiesse der Uni Würzburg organisiert den Workshop mit interessanten Vorträgen, einer Gruppenarbeit und Plenumsdiskussion mit allen Referenten.

Themen:

  • 3D-Druck-Verfahren im Überblick
  • Consumer- und Business-Anwendungen
  • Auswirkungen auf Branchen und Geschäftsmodelle

Die Anzahl Plätze ist beschränkt. Infos und Anmeldung.


UP! Plus 3D DruckerEine Woche lang konnte ich den „UP! Plus“ einem ausführlichen Test unterziehen und im Praxisalltag einsetzen. Der Consumer FDM/FFM 3D Drucker UP! Plus wird von der Firma Delta Micro Factory, besser bekannt unter dem Namen PP3DP, einem Chinesischen Hersteller produziert und vertrieben. Das Mutterhaus von PP3DP ist die Beijing TierTime Technology Co. Ltd, die u.a. auch FDM/FFM Drucker für die Industrie herstellt. Übrigens wird der UP! Plus in den USA momentan noch unter dem Brand „Afinia H-Series“ vertrieben. Er hatte ein paar kleinere Modifikationen, um den Amerikanischen Behörden (FCC etc.) zu genügen. Inzwischen sind der UP! Plus und der Afinia aber völlig identisch. PP3DP unterstützt auch die für Microsoft Windows 8.1. angekündigte Integration von 3D Druck Software / Support.

Der schwere und stabile Aufbau des UP! Plus (Metallgehäuse und Metallprofile) ist  Continue reading ‘Testbericht „UP! Plus“ Einsteiger FDM/FFM 3D Drucker’